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Jungjägerinnen und Jungjäger bestehen "Grüne Abiturprüfung"

Von Heinz Krüssel, - Schapen. Bei herrlichem Jagdwetter haben jetzt 34 Bewerber die Jägerprüfung bestanden und dürfen als „Jungjäger“ den ersten Jagdschein beziehungsweise den Jugendjagdschein lösen. Sie hatten sich in einem Kompaktkurs beziehungsweise in einem Winterkurs intensiv auf die Prüfungen zum „Grünen Abitur“ vorbereitet.

Der Prüfungsablauf sei etwas entzerrt worden, weil die Schießprüfung mit Schrot und Kugel bereits im Dezember stattfand. Dadurch habe es mehr Zeit für die Schießausbildung gegeben. Positiv habe sich die Einladung an die Lehrgangsteilnehmer als Treiber im November an einer Treibjagd im kreiseigenen Revier in Rühle erwiesen. Viele Teilnehmer hätten dabei erstmals praktische Jagderfahrungen erleben können. Das gelte auch für das abendliche „Schüsseltreiben“, einem wichtigen Bestandteil des jagdlichen Brauchtums.

Die Ausbilder Dieter Hey, Gerd Hopmann, Jan Hildebrandt, Herbert Geers, sowie Rudi und Inge Dehoust hätten die Anwärter gut in Theorie und Praxis vorbereitet. Dank sagte Hüsing den Brüdern Hubert und Ludwig Lohmann aus Schapen. Seit nunmehr 19 Jahren könne die praktische Jägerprüfung als Reviergang in der Eigenjagd der Familie Lohmann durchgeführt worden. Nicht zuletzt galt der Dank dem Prüfungsteam. Die erfahrenen Jäger hätten wieder viel Freizeit investiert.

Die begehrten Jägerbriefe überreichte der stellvertretende Kreisjägermeister Heiner Hüsing in seiner Funktion als Vorsitzender des Prüfungsausschusses an die erfolgreichen Absolventen. Die Prüfungsergebnisse seien sehr unterschiedlich gewesen. Dieses gelte insbesondere für den praktischen Teil mit Reviergang. Dort seien zum Teil erhebliche Wissenslücken festgestellt worden. Dank entsprechend guter Vorzensuren in der schriftlichen Prüfung habe es am Ende, bis auf eine Ausnahme, für das Bestehen der Jägerprüfung gereicht.

Das beste Ergebnis erreichte der 16-jährige Schüler Tobias Kotte aus Lünne mit einem Notendurchschnitt von 1,6. Er darf als Anerkennung für die herausragenden Leistungen auf Rehwild im Kreisrevier in Vrees weidwerken. Mit 1,7 erreichte Ellen Temmen aus Bremen die zweitbeste und mit 1,8 Alexander Seibel aus Freren die drittbeste Note.

Das Altersspektrum der Teilnehmer reichte von 16 bis 62 Jahre aus allen sozialen Gruppen. Auch drei Frauen legten die Prüfung erfolgreich ab. Besonders erfreulich ist nach Darstellung des stellvertretenden Kreisjägermeisters die große Anzahl junger Teilnehmer. „Die Jagd erfreut sich gerade bei den 16 bis 30-jährigen Männern und Frauen zunehmender Beliebtheit. Das passt gut zum Trend, gesünder und bewusster zu leben und sich aktiv für die Natur und für freilebende Tiere einzusetzen“, so Hüsing. Viele junge Menschen kämen über die Freude an der Natur zur Jagd. Bewusstes Entschleunigen und das Gestalten von naturnahen Lebensräumen seien ebenfalls Motivation für den Jagdschein.

Hubert Ull, Vorsitzender der Jägerschaft Lingen, wünschte den Jungjägern ein erfülltes Jägerleben. Dazu müsse man stets sein Wissen ergänzen und vertiefen. Jagd sei lebenslanges Lernen. Ull fügte hinzu: „Ein guter Jäger ist man nicht nach der Jägerprüfung, man wird es im Laufe der Jahre bei der praktischen Arbeit im Revier.“

Die Jungjäger(innen):

Bundan, Andreas, Freren; Deters, Ludger, Lengerich; Herbers, Wolfgang, Beesten; Hofschröer, Christian, Lingen; Holle, Michael Hermann, Thuine; Hüsing, Ralf, Lingen; Korte, Jan, Lingen; Kossen, Lucas, Haren; Kotte, Tobias, Lünne; Laake, Johannes Bernhard, Langen; Leuschner, Marc Peter, Emsbüren; Lügermann, Bernhard, Langen; Meese, Jannik, Spelle; Mersch, Matthias, Lingen; Meyer, Johann, Lünne; Möller, Axel, Salzbergen; Mönster, Christoph, Lengerich; Reichenberger, Alexander, Emsbüren; Reisinger, Sandra, Gersten; Ripperda, Michael, Lingen; Satar, Mehmet, Nordhorn; Schonert, Birte, Bad Bentheim; Seibel, Alexander, Freren; Siepker, Marc, Lengerich; Simon, Peter, Lingen; Staelberg, Andreas, Emsbüren; Temmen, Ellen, Bremen; Thannhäuser, Ingo, Samern; Thedering, Sebastian, Lingen; Tillmann, Dietmar, Lingen; Vedder, Markus, Lingen; Wallmann, Philipp, Spelle; Wellen, Heinz, Emsbüren; Weltring, Philipp, Lingen.

Der Vorstand der Jägerschaft Lingen wünscht allen Jungjägerinnen und Jungjägern einen erfolgreichen Start ins Jägerleben und Waidmannsheil.