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Ornithologische Ausstellung bei Kuipers Emsbüren eröffnet (Von Heinz Krüssel)

Rund 80 präparierte Exponate aus der heimischen Tierwelt, insbesondere aus der Vogelwelt, können nunmehr in einer neueröffneten Präsentation im Erlebnispark der Großgärtnerei Emsflower in Emsbüren bewundert werden. Es handelt sich im Wesentlichen um die ornithologische Sammlung von Gerhard Glasfort. Diese findet somit nach vielen Jahren des Suchens und Planens einen würdigen Rahmen.

Initiator der Ausstellung ist Franz-Josef Arning. In einer kleinen Feierstunde stellte er das Projekt im Beisein insbesondere auch der Familie Glasfort vor. Gerhard Glasfort sei ein passionierter Jäger sowie ein über die Grenzen von Emsbüren hinaus bekannter und anerkannter Ornithologe gewesen. Über Jahrzehnte habe er die Vogelwelt in seiner Heimat begleitet und schon frühzeitig Tiere präparieren lassen. „Diese fanden ihren Platz in Vitrinen in der großen Küche bei Glasforts“, erinnerte sich ein älterer Jäger an die Zeit, als im Rahmen der Jungjägerausbildung ein Besuch bei Gerhard Glasfort angesagt war, um Vögel zu bestimmen. Viele Vögel habe es schon damals in der freien Natur nicht mehr oder nur noch selten zusehen gegeben, beispielsweise die Rohrdommel oder das Birkhuhn.

Nach dem Tod von Gerhard Glasfort übernahm dessen Sohn Heinz (Heiter) die Sammlung. Nach dessen Tod im Jahr 2003 suchte die Erbengemeinschaft nach einer Möglichkeit, dem Wunsch des Vaters und Schwiegervaters gerecht zu werden: die ornithologische Sammlung sollte zusammenbleiben und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

„Ich hatte zu jener Zeit schon selber eine ansehnliche Sammlung mit etwa 70 Exponaten“, erläuterte Franz-Josef Arning. Er habe im Jahr 2004 sein Versprechen abgegeben, die Glasfortschen Präparate der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Ehrlich gesagt: ich habe nicht gewusst, was ich da zugesagte hatte“, erinnerte Arning an die größten Schwierigkeiten, einen geeigneten Raum für eine ansprechende Ausstellung zu finden.

In einem Gespräch mit Emsflower-Chef Bennie Kuipers habe dieser angeboten, eine Möglichkeit im Erlebnispark zu schaffen. Am Eingang zum Schmetterlingsgarten sind zwei Räume entstanden und mit einer großen Glasscheibe versehen worden. Die Ausstellung kann somit bei einem Rundgang durch den Tropengarten, das Schaugewächshaus, den Schmetterlingsgarten und die Produktionsanlagen der größten Blumengärtnerei Europas besichtigt werden.

Doch zuvor kamen weitere Punkte auf die Planer zu. Aspekte wie Naturschutz, Artenschutz, Nachweis der Legalität der Präparate und vieles mehr mussten abgearbeitet werden. Dank sagte Franz-Josef Arning in dem Zusammenhang der Unteren Naturschutzbehörde für die tatkräftige Unterstützung. „Ohne Fachbereichsleiter Ludger Pott und sein Team hätten wir die Ausstellung wohl niemals realisieren können.“ Zudem habe die „Naturschutzstiftung Emsland“ das Vorhaben finanziell gefördert. Auch die Jägerschaft Lingen und „De Bergler Jagdhornblözers“ hätte das Projekt von Anfang an tatkräftig unterstützt. An der Eröffnung nahmen auch Kreisjägermeister Heiner Hüsing, Jägerschaftsvorsitzender Hubert Ull sowie Hegeringleiter Gerd Hopmann teil.

Unter fachlicher Beratung des Biologen und zoologischen Präparators Walter Galisch aus Osnabrück wurden in zwei Dioramen naturnahe Landschaften nachgebaut. „Hier fühlen sich die Tiere sicherlich wohl“, vermutete Alexander Krisko, Schwiegersohn von Gerhard Glasfort. Krisko dankte Franz-Josef Arning und Hermann Hasken sowie allen Beteiligten für das gelungene Werk.

Von Heinz Krüssel