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Bergler Jagdhornbläser feiern in Emsbüren 25jähriges Bestehen

Anlässlich ihres Jubiläums haben die Jagdhornbläser aus Emsbüren-Berge am Pfingstsamstag zunächst im Elisabeth-Haus den Senioren ein Ständchen gebracht und dann bei der Gaststätte Ratering gefeiert. Vor dem Elisabeth-Haus begrüßten die Bergler Jagdhornbläser die Leiterin des Senioren- und Pflegeheims Hildegard Depker mit dem Signal „Sammeln der Jäger“. Dann erfreuten sie Jung und vor allem Alt mit verschiedenen Jagdsignalen und Jagdfanfaren, die sie bei ihren wöchentlichen Übungsabenden unter Leitung ihres „Blasemeisters“ Franz-Josef Arning intensiv eingeübt hatten. Die Zuhörer in der Cafeteria belohnten die Jagdhornbläser mit Applaus und sangen kräftig mit, als Hasken-Herm die Bergler Hymne „Rund um Emsbüren sind Bergler Hähnkes zu Haus“ anstimmte. Sie haben den Bläsern mit dem Lied „Zum Geburtstag viel Glück“ zum 25. Jubiläum gratuliert.

In der Gaststätte Ratering haben u.a. für den Ortsrat Bernhard Wellen, für die Gemeinde Bürgermeister Bernhard Overberg und für die Jägerschaft Lingen Bläserobfrau Anita Böttger den Bergler Jagdhornbläsern mit Grußworten herzlich zum Jubiläum gratuliert.

Höhepunkt war der Bildervortrag von Diakon Theo Niehof, der den Gästen die Entstehungsgeschichte und einige Erlebnishighlights erzählte. Er erklärte, dass die Jäger aus Berge nach einer Jagd den Beschluss fassten, dass bis zum 01.08.1990 von mindestens 4 Jägern 5 Jagdsignale geblasen werden mussten. Diese Abmachung wurde schriftlich festgehalten und ist sozusagen das Startdokument der Bergler Jagdhornbläser, die sich erstmals im April 1990 zum Üben trafen und am 21.07.1990 vor der Jagdgemeinschaft Berge die geforderten Jagdsignale tatsächlich vortrugen. Die Wette war gewonnen und die Gruppe traf sich weiter unter der Leitung von Franz-Josef Arning zu den Übungsabenden, die bei schönem Wetter Mittwochs auch im Freien stattfanden und immer noch stattfinden. Seither gehören die Jagdhornbläser zu Berge und pflegen die jagdliche Tradition, um u.a. auch nach der Jagd dem erlegten Wild und den erfolgreichen Jägern mit den Hörnerklängen die gebührende Ehre zu erweisen. Theo Niehof berichtet von Erlebnissen, die bei Veranstaltungen des Bergler Schützenvereins, des KKE-Karnevalsvereins, der Kirchengemeinde und des Reit- und Fahrvereins in Emsbüren stattfanden. Aber auch der hohen Politik sind die Bergler Jagdhornbläser bekannt. Sie hatten beispielsweise einen Auftritt beim Besuch der damaligen Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth 1994 im Pfarrgarten Emsbüren. Ein geplantes musikalisches Ständchen für Helmut Kohl bzw. seiner Frau Hannelore in der Pfalz, organisiert durch Freunde in der Nachbargemeinde, kam leider nicht zustande, weil Helmut Kohl zu der Zeit auf Staatsbesuch in Argentinien weilte. Es gibt ein Dankesschreiben 2004 von Helmut Kohl persönlich unterzeichnet dazu. Die Geselligkeit der Gruppe zeigt sich auch bei Jagden außerhalb Emsbürens. So soll Franz Arning bei einer Jagd in der Nähe des Schlosses Gadow einer Fürstin beim Vorstellen geantwortet haben „Ich bin Franz Arning vom Erdberg zu Berge“.

Nach dem humorvollen Bildervortrag haben die Jagdhornbläser dann nochmal bei einem Rundgang durch Raterings Garten ihr Können unter Beweis gestellt. Bei den musikalischen Pausen in Natur und Ambiente der Gaststätte wurden Jagdlieder und Jagdsignale geblasen.