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Abprallverhalten von Geschossen/Geschossresten nach dem Beschuss von Böden als natürlichen Kugelfang

Foto: Dr. Christian Holm„Die glückliche Tatsache, dass trotz der vielen Abpraller nicht noch mehr Jagdunfälle passieren, liegt in der Wahrscheinlichkeit begründet. Der Wald ist groß, und wir sind klein: Damit ist das statistische Risiko, zufällig getroffen zu werden, relativ niedrig.“

Danach dürfte man allerdings ruhigen Gewissens eigentlich keinen Schuss mehr bei ebenen Gelände abgeben. Vermutlich werden aber Geschosse nach dem Durchschießen eines Wildkörpers auf Grund der reduzierten Geschwindigkeit eher im Medium Boden stecken bleiben. Allerdings stellen die nicht kalkulierbaren Geschossreste und -splitter ausschussseitig ein genau so großes Risiko dar, die da durchaus hinter dem Wildkörper >45° abgehen können. Insbesondere dann, wenn in Wildverbände (Rudel, Rotten, etc.) geschossen wird, auch wenn unmittelbar hinter dem beschossenen Stück „freie Bahn“ war.

Die Dunkelziffer verletzten Wildes ist vermutlich deutlich höher als von vielen angenommen wird. Denn in der Praxis wird ausschließlich primär das beschossene Stück beobachtet. Anderen Stücken des Verbandes sieht man in der Kürze der Zeit oder mangels fehlender Beobachtungsmöglichkeit nicht an, dass hier ggf. ein Geschosssplitter weidwund o.ä. eingeschlagen ist. Derartige Treffer liefern zudem mangels Ausschuss nur wenige oder überhaupt keine Pirschzeichen, zumindest am Anfang. Diese vom Schützen unbewusst verursachten Sekundärtreffer werden zwangsläufig nicht überhaupt wahrgenommen und in der Folge auch nicht kontrolliert und deshalb wenn überhaupt nur zufällig entdeckt. Daher sollten von pflichtbewussten Schützen alle Schüsse in Verbände sicherheitshalber anschließend einer genauen Kontrolle unterzogen werden - insbesondere auf Gesellschaftsjagden.

Den ganzen Fachbeitrag aus der Zeitschrift SAUEN-Magazin 2/2014 finden Sie hier

Die Bildrechte des Fotos liegen bei Dr. Christian Holm!