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Zweiter Wolf im Emsland offiziell bestätigt – Hier die aktuellen Fakten

Es gibt ihn vermutlich schon seit einigen Jahren, den Wolf im Emsland. Im Jahr 2013 ist eine Fähe auf dem WTD Übungsgelände in Meppen offiziell festgestellt worden. Jetzt gibt es die Bestätigung für einen zweiten Wolf, der damit offiziell seit Februar 2014 im Emsland und in der Grafschaft Bentheim beheimatet ist. Gerd Hopmann, Wolfsbeauftragter, beschreibt den Wolf mit aktuellem Aktionsradius um den Truppenübungsplatz Nordhorn-Range: Es handelt sich um eine junge Fähe, die aus Ostniedersachsen in unsere Westregion abgewandert ist. Aufgewachsen ist sie im Wendland, an der Elbe, in einem Rudel in der Nähe des Ortes Gartow. Man sagt sie stammt aus dem Gartower Vorkommen. Mehrere DNA Proben haben in den vergangenen Tagen diese Herkunft bestätigt; es ist definitiv ein anderer Wolf, als der aus 2013. Die Proben wurden auf dem Gelände Nordhorn-Range und der WTD Meppen genommen. Sie zeigen, dass diese Fähe zwischen Nordhorn-Range und der WTD pendelte bzw. dazwischen ihren Suchraum hatte. Da es sich um eine geschlechtsreife Fähe handelt, ist sie allem Anschein nach auf der Suche nach einem Partner. Dass sich die Rüden aus den Rudeln Ostniedersachsens bereits auf Wanderschaft begeben haben, gilt als sicher. Die nächtlichen Streifzüge sind normalerweise 30 Kilometer lang. Wann ein Wolfsrüde hier ankommt und mit der Fähe eine Partnerschaft eingeht und Welpen zeugt, bleibt abzuwarten. Vom Wolf sind mehrfach Kameraaufnahmen sowohl auf der WTD als auch auf Nordhorn-Range und im Umfeld der Range gemacht worden. Er wird immer häufiger gesehen, sei es vom Hochsitz aus oder von landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Wir haben zuletzt am 15. September 2014 darüber berichtet. Bislang wurden drei Übergriffe auf Nutztiere gemeldet und aufgenommen. Sie sind dem NLWKN zur weiteren Bearbeitung übersandt worden. Ein Übergriff auf Schafe ist vor kurzem anerkannt worden; der Antrag auf Entschädigung wurde eingereicht. Der Übergriff auf ein Rind wird zurzeit noch bearbeitet; es steht ebenfalls noch ein weiterer Übergriff auf ein Schaf aus. Mehrfach wurden Risse von Wildtieren, überwiegend Rehwild aber auch schon Damwild, gefunden. Diese Risse werden dokumentiert. Das Streifgebiet der Fähe reicht derzeit von Nordhorn Hesepe bis Elbergen.