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Kampf dem Wildunfall – Blaue Straßenleuchten im Hegering Lengerich

Auf Anregung des Vorsitzenden der Jägerschaft Lingen Hubert Ull hat der Hegering Lengerich durch den Hegeringleiter August Stratmann einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Vermeidung von Unfällen mit Rehwild, Damwild und Schwarzwild gemacht. So schaffte der Hegering 1400 blaue Leuchten für die Straßenbegrenzungspfähle an und sorgte nach Gesprächen mit den Straßenverkehrsbehörden dafür, dass diese die Erlaubnis für die Montage an den Straßenbegrenzungspfählen an den Bundes-, Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen erteilten. Die Jäger aus den Gemeinden Lengerich, Langen, Gersten, Handrup und Wettrup erklärten sich bereit, die blauen Leuchten kurzfristig unentgeltlich zu montieren.
Die blauen Leuchten können vom Schalenwild deutlich besser wahrgenommen werden als die bisher verwandten roten Leuchten. Die Jägerschaft erhofft sich durch diese Maßnahme eine erhebliche Senkung der erschreckend hohen Wildunfallzahlen. Nach Untersuchungsberichten soll die Zahl der Wildunfälle in der Dämmerung und in der Nacht durch das von den blauen Leuchten abgestrahlte Scheinwerferlicht um 70% gesenkt werden.
Zu den nicht unerheblichen Kosten der blauen Leuchten -  3 € pro Stück- erhielt der Hegering einen Zuschuss von der Gothaer Versicherung und vom Lengericher Brandentschädigungsverein, vertreten durch den Geschäftsführer Christian Heskamp. Dieser fand lobende Worte für den Einsatz der Jäger und gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Wildunfälle und der damit eintretende volkswirtschaftliche Schaden durch die blauen Leuchten wirksam vermindert werden können.
Hegeringleiter Stratmann appellierte an die Autofahrer, den durch die laufende Maisernte bedingten Wildwechsel einzukalkulieren und entsprechend langsam zu fahren.