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Warum eigentlich Jagd und welchen Nutzen haben wir von ihr?

Obwohl die Jagd heute nicht mehr wie in früheren Zeiten in erster Linie aus Gründen der Nahrungssicherung ausgeübt wird, hat sie ihren Sinn dennoch keineswegs verloren. Es lässt sich im Gegenteil behaupten, dass sie heute unverzichtbarer ist denn je. Dabei sind es vornehmlich fünf Gründe, die den Nutzen der Jagd deutlich machen:

  • Jagd trägt in entscheidendem Maße dazu bei, die Lebensgrundlagen des Wildes zu sichern.
  • Ohne Jagdausübung würden Wildarten wie z.B. die Wildschweine, aber auch Reh-, Dam- und Rotwild in der Land- und Forstwirtschaft große Schäden anrichten.
  • Ohne Jagdausübung würden sich einige Wildarten zu stark vermehren. Der Jäger erntet verantwortungsbewusst den vorhandenen Überschuss an Wild. Zugleich verhindert er auf diese Weise, dass andere Todesursachen wie z.B. die Schweinepest, Fuchsräude oder Myxomatose bei Kaninchen wirksam werden, die den Zusammenbruch der Wildbestände zur Folge haben können.
  • Jagd sorgt in der heutigen Kulturlandschaft für stabile gesunde Wildbestände. Dies gilt besonders für Arten (z.B. Schalenwild), die keine natürlichen Feinde (Wolf, Bär, Luchs) mehr haben.
  • Ohne Jagdausübung würde das Wild auch nach unterschiedlichen Lebenserwartungen sterben. Das Wildbret als eine wertvolle Eiweißquelle der Natur würde ungenutzt verloren gehen.

Jagd ist eine Notwendigkeit. Die Freude des Jägers am jagdlichen Geschehen und an der Natur garantiert die Bemühungen um die Erhaltung des Wildes und der damit zusammenhängenden Lebensräume. Der Einsatz der Jäger spielt sich zum großen Teil im Verborgenen ab, vor Ort, draußen in den Revieren. Unsere lärmende Zivilisations- und Freizeitgesellschaft nimmt meist nur den jagenden Jäger wahr, der im Herbst mit Hund, Horn und Flinte über die Felder zieht. Nicht registriert wird hingegen der stille Naturschützer, der zu jeder Jahreszeit, bei jedem Wetter in seinem Revier wertvolle Naturschutzarbeit leistet.