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Waidmannsheil zur bestandenen Jägerprüfung

 

Spelle. 25 Jagdschüler bestanden in der vergangenen Woche die Jägerprüfung mit Erfolg und wurden in den Kreis der Jäger aufgenommen. Zum Abschluss der dreitägigen Prüfung fanden sich die Anwärter zur praktischen und mündlichen Prüfung in der Eigenjagd Lohmann in Schapen ein.

 

Nach langen Stunden der Lehr- und Lernzeit haben 25 Jungjägerinnen und Jungjäger am vergangenen Wochenende nach vier Prüfungstagen ihr Prüfungszeugnis erhalten. Die Ausbilder hatten zuvor in fünf Unterrichtsfächern das Wissen rund um die Themen Wildtierkunde, Tier- und Naturschutz, Wildkrankheiten Wildschadensverhütung, Jagdbetrieb, Waldbau, Waffenrecht, jagdliches Schießen, Jagdrecht, Hygiene und Ethik vermittelt.  

 

In Meppen fand auf dem Kugelstand die Schießprüfung statt. Hier mussten die Teilnehmer beweisen, dass sie den Umgang mit der Waffe beherrschen und auch treffen können. Das Wurftaubenschießen absolvierten die Prüflinge in Klosterholte. Von den 15 Tontauben galt es wenigsten 5 zu treffen.

 

Die gesamte Jagdscheinprüfung fand unter den Hygienebedingungen der Corona-Pandemie statt. So auch die Waffenprüfungen: Keine Gruppenbildung, Mundschutz im Wartebereich der Stände, jede Waffe wurde nach einem Durchgang desinfiziert übergeben. Die Prüflinge mussten die Wartezeit außerhalb des Schießstandes bei den PKW verbringen. Auch die Anfahrt zum Prüfungsort war auf zwei Personen pro Auto beschränkt

 

Für den Wöhlehof in Spelle als bisherigen Prüfungsort der schriftlichen Prüfung gilt derzeit eine Beschränkung bis max. 20 Personen. Diese Teilprüfung fand daher in der Aula der Oberschule in Spelle statt. Hugo Gelze als Ansprechperson für den Wöhlehof konnte schnell helfen und hatte die Aula angeboten. Unter Einhaltung von Sicherheitsabständen und mit Einzeltischen konnte die Prüfung durchgeführt.

 

Zum Finale dieser Jägerprüfungen fanden sich die Prüfer und Jagdscheinanwärter zum Reviergang auf dem Hof der Eigenjagd Lohmann in Schapen ein. Alle Prüfungsabschnitte lagen hier weit verteilt im idyllischen Wald um die Hofstelle Lohmann. Beim Reviergang waren 28 Personen dabei. Einige Wiederholer aus verschiedenen Jagdschulen, darunter auch drei Teilnehmer aus dem Altkreis Meppen, und auch ein Einzelteilnehmer aus Rheinland-Pfalz stellten sich ebenso den Prüfern. Emanuel Johannes Evertz aus Mudersbach in Rheinland-Pfalz konnte seine Prüfung wegen der Pandemie nicht durchführen und hätte ansonsten ein Jahr auf die nächste Prüfung warten müssen. Die lange Reise hatte sich für den Pfälzer gelohnt. Evertz wurde mit der Note 1,5 Prüfungsbester. Drei Kandidaten bestanden beim Reviergang nicht. Sie scheiterten in den beiden Ausschlussfächern Wildtierkunde und Jagdwaffen und Fanggeräte. In diesen beiden Fachgebieten herrschen besondere Anforderungen.

 

Kreisjägermeister Heiner Hüsing (Emsbüren) und der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Lingen e. V. Jochen Roling (Spelle) bedankten sich bei den Ausbildern für die qualifizierte Wissensvermittlung und bei den Schülern für das disziplinierte Arbeiten im Unterricht. Großen Dank sagten sie auch den Brüdern Ludwig und Hubertus Lohmann. Seit 1997 stellen sie ihre landwirtschaftliche Hofstelle und ihr vorbildliches Jagdrevier für die Prüfung zur Verfügung Mit dem überreichten Zeugnis können die Jungjäger nun ihren ersten Jagdschein lösen.

 

 

Artikel Lingener Tagespost von Johannes Krage, Jägerschaft Lingen