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Streuobstwiese in Ahlde angelegt (von Heinz Krüssel)

Mit viel Idealismus haben die großen und kleinen Ahlder Jäger und Naturfreunde eine Streuobstwiese angelegt.

Die Erhaltung des Artenreichtums, des Lebensraumes für Tiere und Insekten, die Verbesserung der Nahrungsgrundlage verschiedener Tierarten sowie die Prägung des Landschaftsbildes sind wesentliche Ziele für das Anlegen von Streuobstwiesen. Unter diesem Aspekt haben jetzt die Jäger des Jagdreviers Ahlde-Nord eine großzügige Streuobstwiese gepflanzt.

Großer Wert wurde dabei auf alte Obstsorten als Hochstamm gelegt. Diese Form der Bäume steht im Gegensatz zu den heute gebräuchlichen niederstämmigen Obstbäumen in Plantagenobstanlagen. In der Streuobstwiese in Ahlde finden sich auf einer Fläche von rund 3000 Quadratmetern 50 Bäume alter Sorten wie Kaiser Wilhelm, Gravensteiner, Danziger Kantapfel, Geheimrat Oldenburg, Rheinischer Winterrambur. Roter Boskoop, Grahams Jubiläum, Schafsnase, Goldrenette von Blenheim, Hauszwetschge, Knorpelkirsche, Hedelfinger Riesenkirsche, Gelterts Butterbirne sowie die Walnuss. Zudem sollen zwei Sommerlinden der Insektenwelt reichlich Nahrung bieten.

Bei der Fläche handelt es sich um eine Ausgleichsfläche für den Autobahnbau und ist im Besitz der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Zum Süden hin grenzt eine acht Hektar große Wiese an, die für die extensive Tierhaltung genutzt wird. Eine Vielzahl heimischer Hölzer wächst inzwischen im vier Hektar großen Wald, der nördlich an die Streuobstswiese angrenzt. Ein großzügiger Feuchtbiotop rundet das Angebot ab und macht das Areal insgesamt zu einem herrlichen Rückzugsgebiet für die heimische Fauna und Flora.

Die Ahlder Jäger sind überzeugt, dass hier im Frühjahr viele Insektenarten in den blühenden Bäumen reichlich Nahrung finden. Im Herbst lockt das reife Obst sicherlich Wildtiere als willkommene Ergänzung des Nahrungsangebotes an. „Selbstverständlich sollen auch Naturfreunde die reifen Äpfel, Birnen und Kirschen nutzen“, betont Jagdpächter Hans Hopmann.

Die Kosten für die Streuobstwiese trägt zu 80 Prozent die Umweltstiftung „Bingo“. Die Jäger leisten zehn Prozent als Barmittel sowie zehn Prozent in Form von Eigenleistung, beispielsweise für das Pflanzen der Bäume. Zudem kommen die Jäger künftig für die Pflege der Streuobstwiese auf. Dazu gehört der Schutz der Bäume vor Wildverbiss ebenso wie das Wässern in Trockenphasen sowie der fachgerechte Obstbaumschnitt im Winter.

„Wir danken der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, der Umweltstiftung „Bingo“ sowie der Jägerschaft Lingen für die ideelle und finanzielle Unterstützung für das Umweltprojekt“, erklären die Ahlder Jäger abschließend.

Heinz Krüssel