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Sommer-Jägerprüfung 2017 steht unter einem besonderen Stern

 Von Heinz Krüssel: Schapen. Zehn Anwärter haben jetzt die Jägerprüfung bestanden und dürfen sich Jungjäger nennen. Im Anschluss an die praktische Prüfung im Revier von Ludwig und Hubert Lohmann in Schapen hat Kreisjägermeister Heiner Hüsing, zugleich Vorsitzender der Jägerprüfungskommission Lingen, die Prüfungszeugnisse überreicht. Sie berechtigen zum Erwerb des ersten Jagdscheines. 

In seinem Rückblick auf die schriftliche und praktische Prüfung sowie auf das Schießen mit der Büchse und mit der Flinte wies Hüsing auf insgesamt gute Leistungen hin. Der Kreisjägermeister machte deutlich, dass man in der Vorbereitung auf die Jägerprüfung, auch gerne als „Grünes Abitur“ bezeichnet, intensiv arbeiten und lernen müsse. „Sie sind jetzt geprüfte Naturschützer; engagieren und verhalten Sie sich entsprechend“, gab Hüsing den Jungjägern mit auf den Weg.  

Für besonders gute Leistungen wurde Jan Hendrik Hey aus Leingarten (Landkreis Heilbronn in Baden-Württemberg) ausgezeichnet, der die Prüfung mit einem Notendurchschnitt von 1,9 abschließen konnte. Er durfte sich über ein Buchpräsent sowie über eine Einladung zur Niederwildjagd im Lehrrevier des Landkreises Emsland freuen. „In den Adern von Jans-Hendrik Hey fließt Jägerblut“, merkte Heiner Hüsing mit einem Schmunzeln an. „Wenn ich im Herbst mit Dir zur Jagd gehen kann, dann jage ich mit der vierten Hey-Generation: Jungjäger Jan-Hendrik, seinem Vater Jens, seinem Großvater Dieter und seinem Urgroßvater Fritz Hey.“  

Ein Buchpräsent gab es zudem für Jens Bültel und Ludger Elfert. Lobend erwähnte Heiner Hüsing auch die Leistungen des ältesten Teilnehmers Reinhard Kürbis aus Seeland im südlichen Harz, der als aktiver Sportschütze mit 67 Jahren die Jägerprüfung ablegte.

  

Die Sommer-Jägerprüfung 2017 stehe unter einem besonderen Stern, stellte Heiner Hüsing fest. Die „Jagdschule HHH“ (Kurzform für Gerd Hopmann, Jan Hildebrand und Dieter Hey) bestehe seit zehn Jahren und habe nunmehr den 20. Jägerkurs erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt 220 Anwärter seien zur Jägerprüfung geführt worden, davon erhielten  219 den Jagdschein. Das entspreche einer beeindruckenden Quote von 99,55 Prozent. Die Teilnehmer kommen hauptsächlich aus den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim sowie aus Nordrhein-Westfalen. Aber auch Teilnehmer aus Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und dem Ausland hätten sich abschließend der Jägerprüfungskommission Lingen gestellt. Die Gründung der Jagdschule sei seinerzeit auf Initiative des damaligen Kreisjägermeistes Bernd Schumacher erfolgt. Die drei erfahrenen und hochpassionierten Jäger Hey, Hopmann und Hildebrand hätten sich bereit erklärt, die Überlegungen umzusetzen und  zunächst  dreiwöchige Intensivkurse angeboten. Seit dem Jahr 2016 würden zusätzlich  auch arbeitnehmerfreundliche Wochenendintensivkurse an vier Wochenenden angeboten. Somit könne man sowohl den Bedarf bei Schülern in den Sommerferien als auch bei Arbeitnehmern im Winterkurs abdecken. Der theoretische Unterricht findet in den Räumlichkeiten des Dorfgemeinschaftshauses in Elbergen und die praktische Ausbildung in heimischen Revieren statt.

 
Jungjäger:

Jens Bültel, Engden;
Ludger Elfert, Emsbüren;
Clemens Fastabend, Lingen;
Guido Forsting, Emsbüren;
Oliver Funke, Lingen;
Jan Hendrik Hey, Leingarten;
Simon Holt, Lingen;
Reinhard Kürbis, Seeland;
Jonas Lübbert zur Lage, Wietmarschen;
Jan Molicone, Meppen;
Jan Nordhoff, Engden;
Dominik Werwein, Ankum.

Allen Jungjägern wünscht der Vorstand herzlichen Glückwunsch und Waidmannsheil !